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Seine Premiere am Nürburgring


Michael Rebhan fährt im Profi-Team "Black Falcon" vom 15. bis 18. Juni ein 24-Stunden Rennen Sulzbach-Rosenberg. (kök) Alle Sulzbach-Rosenberger aufgepasst: Wir müssen am nächsten Wochenende das Fußballschauen unterbrechen, denn Michael Rebhan ist beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring dabei. Der größte Motorsport-Event des Jahres könnte für den Herzogstädter das Rennen seiner noch jungen Karriere werden.


Vom 15. bis 18. Juni steigt am Nürburgring das in Deutschland bekannteste Rennen: das 34. ADAC-ZURICH-24-Stunden-Rennen. Dann werden bis zu 300 000 Zuschauer die legendäre Nordschleife, auch "grüne Hölle" genannt, säumen und in einen Hexenkessel verwandeln. "Das ist eine Riesenkulisse", schwärmt Michael Rebhan.


Das Deutsche Sportfernsehen (DSF) wird neun Stunden live übertragen, für den jungen Rennfahrer ist das auch eine große Werbeveranstaltung. 230 Autos gehen an den Start, 800 Fahrer und 2000 Teammitglieder kämpfen um den Sieg. "Black Falcon" heißt sein Team, er fährt in der ersten Hubraumklasse in einem BMW 325 E 90, seine Startnummer ist die 196. Von dem Team ist er begeistert, "die haben in den vorherigen Läufen ihre Klasse dominiert".


Schwerste Strecke der Welt


Michael Rebhan hat sich ein großes Ziel gesteckt: "Der Einzelklassensieg wäre schon super, das könnte mein wichtigstes Rennen werden." Dabei ist es schon erstaunlich, dass er überhaupt am Rennen teilnimmt, ist es doch erst sein viertes Rennen auf der Strecke, die als die schwerste und gefährlichste der Welt gilt. Doch "Black Falcon" wollte ihn unbedingt haben, und Michael ist froh um diese große Chance.


Seit dieser Saison fährt er auf dem Nürburgring und hat schon auf sich aufmerksam gemacht. Als sechster von 25 Autos im Zeittraining und achter im Rennen hat er eine gute Performance hingelegt. Über 200 Autos in den verschiedensten Klassen gehen bei einem Rennen der BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft an den Start. Michael teilt sich den BMW 318 iS des Werksteams AIRNERGY-Motorsport mit einem zweiten jungen Fahrer. Zehn Rennen hat die Saison, mit seinem Team ist er absolut zufrieden. Er hofft bereits auf Aufstiegschancen in ein größeres Auto. Berichtet wird über die Rennen regelmäßig in Motorsportmagazinen.


Seit über 30 Jahren gibt es die Serie, früher war sie eher hobbymäßig betrieben, mittlerweile hat auch hier der Profisport Einzug gehalten, die großen Teams sind eingestiegen. "Es ist aber im Verhältnis zu anderen Serien noch viel Motorsport zu einem bezahlbaren Preis." Das Fahren auf dem Nürburgring bietet den Fahrern auch viel Lernpotential. "Wer auf dem Nürburgring gut ist, der ist es auf jeder anderen Strecke der Welt, sagt eine Rennfahrerregel."


Neue Sponsoring-Wege


Doch für den Sport braucht es natürlich viel Geld. Mit normalem Sponsoring ist es da nicht mehr getan. Deshalb geht Michael Rebhan neue Wege, er bietet seinen Werbepartnern "Events" an. Wie wäre es statt einem Betriebsausflug zum zehnten Weinfest mal mit einem Besuch am Nürburgring? Wer mit mindestens zehn Personen Michael Rebhan besucht, kann exklusiv hinter die Kulissen des Motorsports blicken, Bewirtung, Betreuung auf der Rennstrecke, Probesitzen im Rennwagen und eine Foto-Dokumentation sind nur einige Beispiele für das Leistungspaket.


Für die Buchung gibt es Werbeflächen am Rennauto gratis. Die Preise staffeln sich nach den Teilnehmerzahlen, es gibt auch ein Paket für die komplette Saison. Wer schnell ist, kann auch noch für das 24-Stunden-Rennen einen Besuch der besonderen Art buchen. Michael Rebhan hat es bereits in den Sports ProEmotion Katalog geschafft, über den unter anderem Schwimmerin Antje Buschschulte, Biathletin Katrin Apel und den HSV Hamburg vermarktet wird.